Probleme in der Schweinehaltung

Egal, ob in der Sauenhaltung, der Ferkelaufzucht oder der Schweinemast: Die bürokratischen Pflichten des Landwirts nehmen immer weiter zu. Nicht die täglichen Probleme auf dem Hof rauben ihm Zeit und Nerven, sondern die zusätzlichen Auflagen. Auch für die eigene Qualitätskontrolle ist es notwendig, die Betriebszahlen genau zu kennen, denn nur durch korrekte Auswertungen kann der Landwirt die wirklich wichtigen Entscheidungen richtig treffen. Fehlendes Fachpersonal erschwert zudem die lückenlose und fehlerfreie Erhebung und Auswertung der Betriebsdaten und führt zu Missverständnissen, doppelter Arbeit sowie Fehlentscheidungen, die sehr teuer werden können.

Dokumentationsauflagen

 

Politik und Gesellschaft fordern eine bessere Rückverfolgbarkeit des Schweinefleisches. Das führt zu immer mehr Auflagen und Dokumentationspflichten, die der Landwirt zusätzlich erfüllen muss, um keine Abzüge zu bekommen. Dies wiederum kostet der Fachkraft auf dem Hof sehr viel Zeit, die nicht zur Wertschöpfung oder Verbesserung des Betriebes beiträgt.

Fehlendes Fachpersonal

 

Auf den Höfen mangelt es an guten Fachkräften. Das vorhandene Personal sollte deshalb für die Fachaufgaben im Umgang mit dem Tier eingesetzt werden und nicht zur Erfüllung der Dokumentationspflichten. Zuviel Bürokratie führt auch bei den Mitarbeitern zu Unzufriedenheit – spätestens dann, wenn regelmäßig Fehler und Stress zu Diskussionen führen.

Ungenauigkeit der Betriebsdaten

 

Bereits bei der Aufnahme der Betriebsdaten entstehen Fehler, wenn ein Mitarbeiter sich vertippt oder verschreibt. Werden die Daten dann noch von einer zweiten Person händisch weiterverarbeitet, werden Zahlen schnell falsch gedeutet oder nicht im richtigen Zusammenhang betrachtet. Die Betriebsdaten geben einen falschen Eindruck darüber, wo die wirklichen Probleme im Betrieb liegen.

Händische Schweinezählung

 

Die Zählung der Tiere, insbesondere der Ferkel, ist eine anstrengende Pflichtaufgabe für jeden Schweinehalter. Die Tieranzahl muss an das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) gemeldet werden. In mehrfacher Hinsicht können Fehler in diesem Prozess zu Problemen führen, die zusätzlichen Aufwand oder Strafen zur Folge haben können. Besonders teuer werden die Fehler in der Zählung, wenn die Tiere verkauft werden. Die übliche Fehlerquote der Ferkelzählung per Hand führt dazu, dass pro 1000 abgegebenen Tieren im Schnitt nur 992 Tiere auf der Rechnung stehen.

Lassen Sie sich in Zukunft auch die letzten 0,8% der Tiere bezahlen, in die Sie zuvor investiert haben!